Im Landkreis Freudenstadt benötigen ca. 1.400 Menschen die Unterstützung eines rechtlichen Betreuers, jedoch fehlt es zunehmend an Angehörigen oder ehrenamtlich Engagierten, die diese Aufgabe übernehmen können. Berufsbetreuer gewinnen daher an gesellschaftlicher Bedeutung.
Das Sozialamt im Landkreis Freudenstadt sucht engagierte Berufsbetreuer, die volljährige Personen rechtlich vertreten, wenn diese aufgrund von Erkrankungen oder Behinderungen nicht selbstständig handeln können. Zentrale Aufgaben sind die Regelung finanzieller Angelegenheiten, Einwilligung in medizinische Maßnahmen, die Beantragung von Leistungen sowie die Organisation von Hilfen. Dabei stehen stets die Wünsche und Bedürfnisse der betreuten Person im Fokus.
Berufsbetreuer arbeiten selbstständig und werden nach Fallpauschalen vergütet. Der zeitliche Umfang und die Anzahl der Betreuungen sind flexibel. Vereinsbetreuer arbeiten beim DRK-Betreuungsverein und werden nach dem Tarifvertrag vergütet. Beschäftigungen dort sind ab einem Umfang von 50% möglich. Allgemeine Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Studium Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder Rechtswissenschaften oder alternativ: berufliche Qualifikation und Sachkundenachweis gemäß § 8 Betreuerregistrierungsverordnung. Der Landkreis Freudenstadt beteiligt sich mit bis zu 50% am Sachkundenachweis, soweit 10 oder mehr Berufsbetreuungen im Kreis Freudenstadt geführt werden.
Am 7. Juli 2026 ab 18:00 Uhr lädt die Betreuungsbehörde zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Berufsbetreuung“ ein (Raum 201, Herrenfelder Straße 14, Hesselbarthhaus, Sozialamt). Hier können Interessenten einen Einblick in das Tätigkeitsfeld gewinnen und mit Mitarbeitern der Behörde und des Vereins ins Gespräch kommen.

