Dornstetten. Auf ein ereignisreiches Jahr mit großem ehrenamtlichem Engagement, erfolgreichen Blutspendeaktionen und erfreulichem Nachwuchs konnte der DRK-Ortsverein Dornstetten bei seiner Hauptversammlung im Gasthaus Sonneneck zurückblicken. Besonders positiv entwickelte sich das Jugendrotkreuz, das inzwischen zwölf Mitglieder zählt. Auch die Bereitschaft leistete mit zahlreichen Sanitätsdiensten und Einsätzen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung und Sicherheit der Bevölkerung.
Vorsitzender Johannes Braun begrüßte neben den Mitgliedern zahlreiche Ehrengäste des DRK-Kreisverbandes und der Feuerwehr sowie die Bürgermeister Bernhard Haas und Tore-Derek Pfeifer. Dem Glattener Bürgermeister dankte Braun angesichts des nahenden Endes seiner Amtszeit mit einem Geschenk.
Beeindruckende Zahlen bei den Blutspenden
Zum Jahresende 2025 zählte der Ortsverein rund 700 Fördermitglieder. Im Berichtsjahr fanden drei Blutspenderehrungen statt. Bei vier Blutspendeterminen konnten insgesamt beachtliche 1.000 Blutkonserven gesammelt werden. Die Verlegung der Termine in die Schopfloche Halle habe sich dabei nicht nachteilig ausgewirkt.
Ein weiterer Höhepunkt war die traditionelle Schlachtplatte im November, bei der mehr als 200 Essen verkauft wurden. Die Veranstaltung biete dem Ortsverein eine gute Gelegenheit, sich und seine Arbeit in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch bei der Verabschiedung von Pfarrer Timo Stahl zeigte sich die Verbundenheit des DRK mit der örtlichen Gemeinschaft: Der Ortsverein kümmerte sich um die Verpflegung.
Veränderungen gibt es bei der Altkleidersammlung. Die verbliebenen Container werden aufgrund zunehmender Vermüllung abgebaut. Die Sammlung soll künftig unter Aufsicht in den Recyclingcentern erfolgen. Der Erlös hatte sich zuletzt auf lediglich 300 Euro verringert.
Bereitschaft mit 280 Einsätzen gefordert
Bereitschaftsleiter Tizian Braun berichtete von derzeit 15 Helferinnen und Helfern, deren Qualifikationen vom Sanitätshelfer bis zum Notfallsanitäter reichen. Die Bereitschaft absolvierte im Berichtsjahr 17 Sanitätsdienste und war insgesamt bei 280 Einsätzen gefordert. Allein 253-mal wurden die Helfer vor Ort (HvO) alarmiert.
Die Entwicklung der Einsatzzahlen soll angesichts geänderter Vorgaben bei der Alarmierung weiter beobachtet werden. Eine besondere Herausforderung bleibt die Finanzierung: Die Ausbildung der Helfer vor Ort muss der Ortsverein weiterhin vollständig selbst tragen.
Bereitschaftsärztin Isolde Seyler-Würth berichtete unter anderem über die medizinische Absicherung des Narrengerichts.
Jugendrotkreuz wächst kräftig
Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Jugendrotkreuz. Janik Schimanski berichtete von aktuell zwölf Mitgliedern – zu Jahresbeginn waren es noch drei. Damit zeigt sich, dass die Nachwuchsarbeit des Ortsvereins erfolgreich ist und auf großes Interesse stößt.
Auch bei Wettbewerben konnte der Nachwuchs überzeugen: Das Jugendrotkreuz nahm erfolgreich am Kreisjugendwettbewerb teil. Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung einer engagierten Jugendarbeit, die junge Menschen an die Aufgaben des Roten Kreuzes heranführt und die Zukunft des Ehrenamts sichert.
Solide Finanzen und einstimmige Entlastung
Kassier Rolf Fleig stellte die finanzielle Entwicklung des Ortsvereins vor und konnte einen Jahresüberschuss vermelden. Die Versammlung genehmigte den Jahresabschluss einstimmig und entlastete die Vorstandschaft.
In ihren Grußworten würdigten Vizepräsident Stefan Günther, Feuerwehrkommandant Marco Majer, Geschäftsführer Dieter Dettinger, Kreissozialleiterin Marion Schmid sowie die beiden Bürgermeister das vielfältige Engagement des DRK-Ortsvereins. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für die Gemeinschaft ist. Zugleich wurde angeregt, die Leistungen des DRK künftig noch selbstbewusster in der Öffentlichkeit darzustellen.
Langjähriges Engagement gewürdigt
Ein besonderer Moment der Hauptversammlung waren die Ehrungen für langjährige Mitarbeit und Verbundenheit mit dem Roten Kreuz.
Für fünf Jahre aktive Mitarbeit im Jugendrotkreuz wurden Ina und Janik Schimanski ausgezeichnet. Celine Stöhr und Joshua Forberg wurden für jeweils drei Jahre im Jugendrotkreuz geehrt.
Die Auszeichnungsspange für 15 Jahre erhielt Felicitas Tippmann. Für beeindruckende 35 Jahre Engagement wurden Elisabeth Tritschler, Andreas Ammer und Christian Walz mit der Auszeichnungsspange und einem Geschenk geehrt.
Die Ehrungen machten deutlich, wie sehr der Ortsverein von Menschen lebt, die sich über viele Jahre hinweg mit Zeit, Fachwissen und persönlichem Einsatz für andere einsetzen.
Gemeinsam für die Menschen vor Ort
Die Hauptversammlung zeigte eindrucksvoll, wie breit der DRK-Ortsverein Dornstetten aufgestellt ist: von der Blutspende über die Bereitschaft und die Helfer vor Ort bis hin zur Jugendarbeit und den Veranstaltungen für die Bevölkerung.
Mit einer engagierten Mannschaft, einem wachsenden Jugendrotkreuz und vielen langjährig Aktiven blickt der Ortsverein auf eine positive Entwicklung. Dieses Engagement ist zugleich Ansporn, die wichtige Arbeit des Roten Kreuzes auch künftig fortzuführen und noch sichtbarer zu machen.

