Michael Handelmann / DRK

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Blaulichtgottesdienst würdigt Einsatzkräfte

Beim traditionellen Blaulichtgottesdienst  in der Freudenstädter Stadtkirche standen das Engagement der Hilfs- und Rettungsorganisationen, aber auch das Gedenken, im Mittelpunkt.

Ein nicht ganz alltägliches Bild bot sich am Sonntagnachmittag in der Stadtkirche Freudenstadt. Neben einigen „normalen“ Gottesdienstbesuchern waren es vor allem die in ihren Uniformen gekleideten Vertreter der Rettungsdienste und Hilfsorganisationen im Landkreis, die gekommen waren und diesen ökumenischen Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Markus Fellmeth (Mitteltal) und Diakon Dominik Weiß (Baiersbronn) auch aktiv mitgestalteten. 

Das Engagement dieser Organisationen- darunter das DRK, Malteser, Johanniter, Feuerwehren, Polizei, Beerdigungsinstitute und Vertreter des Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV)- und das Gedenken an die Verunfallten und verstorbenen Opfer stand dabei im Mittelpunkt.

Dieser Gottesdienst ist damit auch ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die sich im Landkreis selbstlos für das Wohl der Mitmenschen einsetzen und dabei manchmal selbst an ihre Grenzen stoßen. Darüber hinaus ist er ein sichtbares Zeichen für den Zusammenhalt innerhalb dieser Blaulichtfamilie, die bei den vielen Einsätzen kooperiert. 

Die Erkenntnis „Nur zusammen sind wir stark“ stellte Fellmeth deshalb auch in den Mittelpunkt seiner Einführung. Die Predigt über Hiob diente im Anschluss als Grundlage für eine Auseinandersetzung mit dem Wechselbad der Gefühle, denen die Rettungskräfte manchmal ausgesetzt sind, wenn die Rettung gelingt- oder eben auch nicht. „Gott gibt keine Antwort auf die Frage nach dem Warum, aber er stellt sich auf die Seite der Leidenden“, bilanzierte Weiß. Im Gedenken an all diejenigen, deren Leben unerwartet zu Ende ging, die auf der Straße oder bei Bränden verstorben sind, die ihr Leben verzweifelt auch selbst beendet haben oder Gewalt erfahren mussten, entzündeten Vertreter der Einsatzkräfte im Anschluss Kerzen, die auf ein Holzkreuz gestellt wurden.

151 Einsätze absolvierten die Notfallseelsorge und die PSNV im vergangenen Jahr gemeinsam mit den weiteren Organisationen, um 643 Opfer, Angehörige oder auch Einsatzkräfte selbst nach einem solchen Ereignis zu betreuen. 

Das Opfer des Gottesdienstes kam deshalb der Psychosozialen Notfallversorgung zugute. 

Für die schöne musikalische Umrahmung des Gottesdienstes  sorgten der Bezirksbläserchor des Evangelischen Jugendwerkes Bezirk Freudenstadt sowie Kantor Jörg Sander. Für das leibliche Wohl beim Stehempfang im Anschluss  die Johanniter Unfallhilfe.