Der Vorsitzende Thomas Fritz hob das große Engagement der Bereitschaften, des JRK sowie der Wohlfahrts- und Sozialarbeit hervor, deren vielfältige Arbeit das Gemeindeleben präge. Nach seiner eigenen Erkrankung sei ihm nochmals bewusst geworden, wie wichtig der Zusammenhalt bei den zahlreichen Aufgaben sei. Besonders der Bau der Einsatzgarage beschäftige derzeit das DRK. Tief bewegt zeigte sich Fritz zudem darüber, dass der verstorbene Bereitschaftsleiter Uwe Gscheidle in seiner Todesanzeige zu Spenden für das DRK aufgerufen hatte.
Die scheidende Bereitschaftsleiterin Alexandra Feinler berichtete von einem schweren Schicksalsschlag im Herbst durch den Verlust ihres Bereitschaftsleiter-Kameraden. Der äußerst engagierte Erste-Hilfe-Ausbilder habe sich intensiv in die Bereitschaftsabende eingebracht – etwa zu Themen wie Sonder- und Wegerechten, Verbänden, Reanimation oder Hygiene. Auch bei Einsätzen wie dem Mofarennen Eutingen, dem Kultbierfest, den Reitturnieren in Weitingen, dem Hoametfest oder dem Ede-Cup übernahm er eine führende Rolle und koordinierte ein Team von rund 20 Ehrenamtlichen. Darüber hinaus unterstützten die Helfer beim Tal X die Dienste des DRK-Kreisverbands Freudenstadt und leisteten im Jahr 2025 rund 360 ehrenamtliche Stunden. Ein Mitglied absolvierte die Ausbildung zum Sanitätshelfer, weitere Mitglieder bildeten sich fort. Die beiden Blutspendetermine wurden von 265 Spendewilligen besucht. Außerdem nahmen Mitglieder an der RETTmobil, an „25 Jahre PSNV im Kreis“ sowie am DRK-Fest in Ergenzingen teil. Bei den Wahlen wurden Johann Dettling und Emilie Fröhlich zu Bereitschaftsleitern gewählt, Michelle Heine übernimmt die Stellvertretung (siehe Info-Kasten). Sie berichteten zudem von 160 Helfer-vor-Ort-Einsätzen und dankten allen Aktiven sowie Unterstützern.
Während das JRK im vergangenen Jahr bundesweit sein 100-jähriges Bestehen feierte, blickte der Ortsverein Eutingen im Gäu auf zehn Jahre JRK seit der Wiederbelebung 2015/16 zurück. Jugendleiterin Alexandra Feinler und Mazen Aledilbi sind bis heute aktiv und erinnerten an die Mitbegründerin und verstorbene Jugendleiterin Meral Celik. Mit Aktionen wie Gestecken für vergessene Menschen, Typisierungsaktionen für Krebskranke oder Sozialprojekten mit Geflüchteten erinnerten sie an ihr großes Vorbild, dem das JRK sogar ein eigenes Reh-Maskottchen gewidmet hat. Die 16 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren erreichten den zweiten Platz beim Kreiswettbewerb und erhielten weitere Auszeichnungen in den Bereichen Soziales, Verkehr und Zivilcourage. Auch die Juniorhelfer-Ausbildung an der Grundschule erwies sich mit 27 Kindern und rund 80 Einsatzstunden als großer Erfolg, befindet sich derzeit jedoch wieder im Neuaufbau. Gesucht werden dringend Unterstützer, die ein bis zwei Stunden im Monat Zeit haben und die Jugendleitung entlasten.
Für die Wohlfahrts- und Sozialarbeit berichteten Vera Naumann und Winfried Seele, die seit der Einrichtung der Flüchtlingscontainer gemeinsam mit einem Team in Göttelfingen und Weitingen tätig sind. Ob als „Chef-Diplomat“ oder als Ersthelfer vor Ort in schwierigen Situationen – für Winfried Seele gab es ebenso viel Lob wie für Vera Naumann. Einige Flüchtlinge werden vom Helferkreis Asyl bis heute begleitet, etwa bei Deutschunterricht, Übersetzungen oder Arztbesuchen.
Schriftführerin Alexandra Feinler ergänzte die Berichte um gesellige Veranstaltungen wie die Baumpflanz- und Kegel-Challenge oder das Frauen-Event in der Bildechinger Beauty-Oase.
Kassiererin Sigrid Milde-Eggert zog angesichts zahlreicher Aktionen und Spenden eine positive Bilanz. Im laufenden Jahr falle diese jedoch zurückhaltender aus, da die Einsatzgarage das DRK rund 120.000 Euro koste. Ihr Dank galt deshalb insbesondere dem Förderverein der Musikkapelle Eutingen, der Volksbank, der Sparkasse sowie weiteren Spendern. Die Gemeinde unterstützt das Projekt im Rahmen der Vereinsförderung und stellt die Fläche zu einer geringen Pacht zur Verfügung.
Für die zahlreichen geleisteten Stunden dankten auch Stefan Günther, stellvertretender Kreispräsident, sowie Thomas Braune, stellvertretender Kreisgeschäftsführer. Die Ehrungen für drei, fünf, 15 und 60 Jahre Mitgliedschaft nahmen Jürgen Maser von der Kreisbereitschaftsleitung, Annabelle Cornitzius von der Kreisjugendleitung und Rotkreuzbeauftragte Gisela Lobmiller gemeinsam mit dem Vorsitzenden Thomas Fritz vor.
Verabschiedet wurde zudem der stellvertretende Vorsitzende Herbert Herzog, der bei der Versammlung nicht anwesend war. Sein Amt blieb bei den Wahlen unbesetzt.
Ehrung:
Eduard „Eddy“ Straub wurde für seine 60-jährige aktive Mitgliedschaft im DRK OV Eutingen mit der Landesverbands-Ehrung ausgezeichnet. Dabei standen nicht nur die beeindruckende Dauer seiner Zugehörigkeit, sondern vor allem sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement und seine tiefe Verbundenheit zum Ortsverein im Mittelpunkt. Am 10. März 1965 trat Eddy dem DRK in Weitingen bei. Seit dem Zusammenschluss zum DRK-Ortsverein Eutingen im Gäu im Jahr 1975 zählt er zu den prägenden Persönlichkeiten der Gemeinschaft und gilt bis heute als unverzichtbare Stütze des Vereinslebens. Über Jahrzehnte hinweg übernahm er zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben. Von 1984 bis 2004 war er Gruppenführer in Weitingen und prägte in dieser Zeit Generationen von Helferinnen und Helfern. Darüber hinaus engagierte er sich von 1990 bis 2013 insgesamt 23 Jahre lang als stellvertretender Bereitschaftsführer – zunächst unter Heribert Platz, später unter Stefan Platz. Mit großer Erfahrung, Kameradschaft und Verlässlichkeit gestaltete er die Arbeit der Bereitschaft maßgeblich mit. Auch abseits der Führungsaufgaben brachte sich Eddy kontinuierlich in die Vereinsarbeit ein. Seit 1975 ist er ununterbrochen Ausschussmitglied und als Kassenprüfer tätig – ein Zeichen seines außergewöhnlichen Pflichtbewusstseins und seiner Treue zum DRK. Besonders hervorzuheben ist auch sein fachlicher Einsatz: Mit dem Feldküchengrundlehrgang im Jahr 1981 legte er den Grundstein für einen wichtigen Bereich der Bereitschaftsarbeit. Im selben Jahr organisierte er persönlich die Überführung der Feldküche von Freudenstadt nach Eutingen – ein Stück DRK-Geschichte, das den Ortsverein über viele Jahre hinweg begleitete. Von 1986 bis 1994 engagierte sich Eddy zudem ehrenamtlich im Krankentransport an der Rettungswache Horb und half dort Menschen in Notlagen. Zusätzlich war er von 1996 bis vor zwei Jahren Mitglied im Helfer-vor-Ort-System (HVO) und stand auch dort jederzeit bereit, wenn schnelle Hilfe benötigt wurde. In den Dankesworten des Ortsvereins wurde deutlich, wie sehr Eddy für seine Hilfsbereitschaft, seine Kameradschaft und seinen unermüdlichen Einsatz geschätzt wird. „Menschen wie ihn kann man nicht ersetzen“, hieß es in der Laudatio von Thomas Fritz und KBL Jürgen Maser. Mit seinem jahrzehntelangen Engagement sei er Vorbild und tragender Pfeiler des Ortsvereins zugleich. Für 60 Jahre Treue, unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit und seinen jahrzehntelangen Einsatz erhielt Eddy langanhaltenden Applaus und den herzlichen Dank des gesamten DRK-Ortsvereins Eutingen im Gäu.

