29 Rotkreuzler vom DRK-Kreisverband Freudenstadt haben sich vom 23. bis zum 26. April gemeinsam auf eine ganz besondere Reise an den Gardasee begeben. Auf dieser Reise ging es nicht nur darum, die landschaftliche Schönheit Norditaliens zu erleben und die Gemeinschaft zu pflegen, die Rotkreuzler wandelten vielmehr auf den Spuren von Henry Dunant, dem Gründer der internationalen Rotkreuzbewegung.
Die Erlebnisse bei traumhaftem Frühlingswetter sind allen Reiseteilnehmern in unvergesslicher Erinnerung geblieben.
Nach den vom Busunternehmen Schweizer organisierten Zustiegen in Freudenstadt, Schopfloch und Horb ging es nach kurzem Zwischenstopp in Hegau zunächst an das steinerne Grabmal Dunants auf dem beeindruckenden Friedhof Sihlfeld in Zürich, das am 9. Mai 1931- einen Tag nach seinem 100. Geburtstag- eingeweiht wurde. Trotz der Schlichtheit wurde dieses Grabmal von dem Bildhauer Hans Gisler ausgesprochen würdevoll gestaltet.
Nach der Besichtigung dieser wichtigen Erinnerung an den „Urvater“ des Roten Kreuzes ging es durch den Gotthardtunnel in Richtung der italienischen Grenze und dort vorbei an den Städten Mailand, Bergamo und Brescia in den Ort Peschiera del Garda am Südufer des Gardasees. Im schönen Hotel Bella Italia wurden die Reiseteilnehmer bereits erwartet und nach dem Bezug der Zimmer mit einem Willkommensgetränk vor dem Abendessen in Empfang genommen. Nach dem gemeinsamen Abendessen nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, noch kurz das nahegelegene Seeufer bei einem kleinen Verdauungsspaziergang aufzusuchen und die schöne abendliche Aussicht über den See zu genießen.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück und vereinzelt auch wahrgenommenen Frühschwimmen im Hotelpool direkt zum Bus und gemeinsam mit Reiseleiterin Francesca in Richtung des geschichtsträchtigen Ortes Solferino, wo im Jahr 1859 eine der blutigsten Schlachten des 19. Jahrhunderts stattgefunden hat. 40.000 verwundete Soldaten blieben damals ohne ausreichend medizinische Versorgung zurück. Dunants Eindrücke von diesem Schreckensszenario führten in der Folge zur Gründung der Rotkreuzbewegung. Die Gruppe besuchte in Solferino sowohl das Museum als auch die Beinhauskapelle „Ossario“, in der 1.400 Gebeine gefallener Soldaten ruhen und an die fürchterliche Schlacht erinnern. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch in Castiglione delle Stiviere, wo Dunant seine erste organisierte Hilfeleistung koordinierte. Die Verbindung zwischen dem damaligen Geschehen und der heutigen Arbeit des DRK wurde an diesen Stationen für die Reiseteilnehmer greifbar und emotional erlebbar gemacht.
Ein Besuch des wunderschönen Ortes Borghetto-bekannt für seine historischen Wassermühlen, die beeindruckende Visconti-Brücke und die idyllische Lage am Fluss- sorgte für einen entspannten Ausklang in den dortigen Cafés.
Der dritte Tag der Reise führte die Gruppe schließlich in die schöne Stadt Verona, wo sie mit Stadtführerin Sara nicht nur in die besondere Geschichte der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten eintauchen konnte, sondern auch die beeindruckenden Feierlichkeiten der Italiener anlässlich der „Festa della Liberazione“ (Tag der Befreiung) erleben durfte. Berühmt ist Verona nicht nur wegen der Arena und der legendären Opernfestspiele, die dort alljährlich im Sommer stattfinden, sondern auch wegen des dortigen Balkons von Romeo und Julia im Innenhof der Casa di Giulietta in der Via Cappello 23. Dank eines Tipps der Stadtführerin konnte man darauf auch einen Blick ohne Eintritt erhaschen.
Nach der Stadtführung blieb genug Zeit, die Stadt, ihre Läden und die dortige Gastronomie auch noch auf eigene Faust zu erkunden.
Nach einem Abstecher in den Küstenort Bardolino ging es schließlich zurück in das Hotel zum letzten Abendessen vor Ort. Einige Reiseteilnehmer nutzen danach die Gelegenheit, zu Fuß den Ort Peschiera mit seinen vielen Gassen und Lokalen beim See zu erkunden.
Zurück ging es am Sonntag über den Bernadino mit Zwischenstopp in Heiden, wo ein abschließender Besuch des dortigen Henry-Dunant-Museums diese informative, aber auch sehr gesellige Reise langsam dem Ende näherte. Dank des freundlichen und kompetenten Busfahrers wurden nach einem kurzen Fotostopp am Bodensee alle Teilnehmer wohlbehalten zurückgebracht. Alle waren der Meinung, dass man eine solche Reise unbedingt wiederholen sollte.















