Bei der Generalversammlung des DRK-Ortsvereins Loßburg berichtete der 1. Vorsitzende Frank Vogel über die Entwicklung und die vielfältigen Aktivitäten des Ortsvereins. Bereitschaftsleiter Maxi Schanz ergänzte den Rückblick mit seinem Bericht über die zahlreichen Einsätze und die Arbeit der Bereitschaft. Neben den beeindruckenden Leistungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer standen die Mitgliederentwicklung, das Seniorenmobil, die Blutspendeaktionen, die Nachwuchsarbeit und die Wertschätzung des Ehrenamts im Mittelpunkt.
Bereitschaft leistete rund 1.000 ehrenamtliche Stunden
Bereitschaftsleiter Maxi Schanz blickte auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt leisteten die Mitglieder der Bereitschaft rund 1.000 ehrenamtliche Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 600 Stunden bedeutet dies eine deutliche Steigerung.
Das Einsatzspektrum war vielfältig. Neben Sanitätsdiensten beim Hexenball, beim Waldlauf in Loßburg, beim Rasentraktorrennen in Büchenberg und bei mehreren Veranstaltungen im Tal X in Baiersbronn war die Bereitschaft auch bei größeren Schadenslagen gefordert.
Hierzu zählten unter anderem ein Garagenbrand in 24-Höfe, ein Gebäudebrand im Schlagwald bei Loßburg, ein Lkw-Brand auf der A81, ein Wohnhausbrand in Dottenweiler sowie ein Dachstuhlbrand in Loßburg. Darüber hinaus beteiligten sich die Helferinnen und Helfer an mehreren Suchaktionen nach vermissten Personen, unter anderem in Cresbach, Freudenstadt und auf dem Kniebis.
Ein besonderer Sanitätsdienst führte am 22. November sechs Helfer ins Dortmunder Westfalenstadion zum Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart.
Neben den Einsätzen spielte die Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle. An insgesamt 23 Dienstabenden wurden Themen wie das ABCDE-Schema, die Wiederbelebung bei Kindern, neurologische Notfälle, Unterkühlung und die Theorie des Behandlungsplatzes 25 behandelt. Ergänzt wurde das Ausbildungsprogramm durch eine Fortbildung zu Wege- und Sonderrechten.
Auch die Kameradschaft kam nicht zu kurz. Im März besichtigten 13 Mitglieder den Flughafen Stuttgart und ließen den Tag bei einem gemeinsamen Essen ausklingen. Die Weihnachtsfeier führte die Gruppe ins Anatomische Museum nach Basel, bevor der Abend bei einem gemeinsamen Essen in Alpirsbach seinen Abschluss fand.
Maxi Schanz bedankte sich bei allen Mitgliedern der Bereitschaft für ihren unermüdlichen Einsatz und die Bereitschaft, zu jeder Tages- und Nachtzeit anderen Menschen zu helfen. Sein Dank galt ebenso dem Vorstand, seinem Stellvertreter Samuel Mutschler, dem Jugendrotkreuz-Team um Lena Correus sowie Margit und ihrem Küchenteam, das bei den Blutspendeaktionen jedes Jahr für eine hervorragende Verpflegung sorgt.
Blutspende: 525 Spendewillige bei zwei Aktionen
Auch 2025 organisierte der Ortsverein zwei Blutspendeaktionen. Am 7. Januar kamen 263 Spendewillige, darunter zwölf Erstspender. Bei der zweiten Aktion am 30. Juli waren es 262 Spendewillige, darunter 14 Erstspender.
Damit konnten insgesamt 525 Spendewillige, darunter 26 Erstspender, begrüßt werden. Der Ortsverein bedankt sich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer Blutspende einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten.
Gleichzeitig gilt es, künftig noch mehr Erstspender und insbesondere jüngere Menschen für die Blutspende zu gewinnen. Ein besonderer Dank geht an Margit und ihr Küchenteam, das bei beiden Terminen mit großem Einsatz für die Verpflegung der Spendenden sorgt. Das umfangreiche Vesper ist ein geschätzter Bestandteil der Blutspendeaktionen.
Jugendrotkreuz: Engagement für die nächste Generation
Das Jugendrotkreuz unter der Leitung von Lena Correus und ihrem Team leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsarbeit des Ortsvereins. Mit viel Zeit, Engagement und Begeisterung vermitteln die Verantwortlichen jungen Menschen die Werte und Aufgaben des Roten Kreuzes.
Die erfolgreiche Arbeit zeigt sich auch an den jungen Gesichtern innerhalb des Ortsvereins. Darüber hinaus hat sich das Jugendrotkreuz als fester Programmpunkt beim Kinderferienprogramm der Gemeinde etabliert.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird weiter ausgebaut: Simon und Alessandro kümmern sich um die Pflege der Facebook- und Instagram-Auftritte des Ortsvereins. Damit soll die vielseitige Arbeit des DRK sichtbarer werden und insbesondere auch jüngere Menschen erreichen.
Ein Dank galt außerdem Jens, der sich als 2. Vorsitzender intensiv um die Belange des Ortsvereins kümmert und insbesondere die Ausbildung der Bereitschaftsmitglieder in Zusammenarbeit mit der Bereitschaftsleitung unterstützt. Darüber hinaus ist Jens als designierter Kreisbereitschaftsleiter vorgesehen. Die Bestätigung durch die Kreisversammlung steht noch aus.
Seniorenmobil: Ein Erfolgsmodell für die Gesamtgemeinde
Das Seniorenmobil hat sich zu einer festen Institution in der Gesamtgemeinde entwickelt. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 21.057 Kilometer zurückgelegt und 966 Fahrgäste befördert.
Bürgermeister Enderle würdigte die wichtige Arbeit des Seniorenmobils und dessen Bedeutung für die Gemeinde. Der Fahrdienst leistet einen wertvollen Beitrag zur Mobilität älterer Menschen und ermöglicht ihnen, wichtige Termine und Erledigungen wahrzunehmen sowie am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Damit dieses wichtige Angebot auch künftig zuverlässig aufrechterhalten werden kann, benötigt der Ortsverein weitere Fahrerinnen und Fahrer. Zudem sollte mittelfristig über die Ersatzbeschaffung des Fahrzeugs nachgedacht werden.
Mitgliederentwicklung: 517 passive Mitglieder
Zum 31. Dezember 2025 zählte der DRK-Ortsverein Loßburg insgesamt 517 passive Mitglieder. Rund 70 Prozent der Mitglieder sind älter als 50 Jahre, etwa 40 Prozent sogar älter als 70 Jahre. Das Durchschnittsalter liegt bei 67 Jahren.
Die Mitgliedsbeiträge beliefen sich auf rund 36.300 Euro. Durch die Mitgliederwerbung im Jahr 2025 konnten 58 neue Mitglieder gewonnen werden. Dieses Ergebnis ist erfreulich und unterstreicht die Bedeutung einer kontinuierlichen Mitgliedergewinnung, um die Arbeit des Ortsvereins langfristig zu sichern.
Wertschätzung für ehrenamtliche Arbeit
Ein wichtiges Thema im Bericht von Frank Vogel war die Anerkennung und angemessene Vergütung der ehrenamtlichen Leistungen. Die Helferinnen und Helfer übernehmen bei Veranstaltungen, Suchaktionen und Brandeinsätzen Verantwortung und tragen dazu bei, die Versorgung von Betroffenen und Einsatzkräften sicherzustellen.
Dabei wurde deutlich, dass die Rahmenbedingungen bei einzelnen Veranstaltungen nicht immer der geleisteten Arbeit gerecht werden. Als positive Beispiele wurden die Motorradfreunde beim Seefest sowie die Rasentraktorfreunde genannt. Dort wird den Helfenden unkompliziert und großzügig Verpflegung angeboten.
Der Ortsverein möchte deshalb die bestehenden Vergütungsregelungen für Sanitätsdienste überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Die Anzahl der eingesetzten Helferinnen und Helfer richtet sich nach den Anforderungen und dem Sicherheitsbedarf der jeweiligen Veranstaltung. Die Verantwortung für die sichere Versorgung der Teilnehmenden lässt sich nicht allein an finanziellen Überlegungen ausrichten.
Auch bei Brandeinsätzen sieht der Ortsverein Handlungsbedarf. Die Bereitschaft unterstützt die Feuerwehr bei oftmals lang andauernden Einsätzen durch die Versorgung mit Getränken und Essen. Hier wünscht sich das DRK eine verlässliche und nachvollziehbare Regelung zur Anerkennung und Vergütung der eigenen Leistungen.
Die Botschaft des Ortsvereins ist klar: Ehrenamtliches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Respekt, faire Rahmenbedingungen und eine angemessene Wertschätzung.
Bewegungsprogramm stärkt das soziale Miteinander
Auch die Leiterinnen des Bewegungsprogramms leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben in der Gemeinde. Durch regelmäßige Treffen und gemeinsame Bewegung fördern sie Begegnung, Gemeinschaft und Gesundheit. Ihnen galt ebenso ein ausdrücklicher Dank wie allen weiteren Helfenden und Unterstützenden, die sich für den Ortsverein engagieren.
Ein großes Dankeschön an alle Engagierten
Zum Abschluss galt der Dank allen Mitgliedern, Unterstützenden und Helfenden, die sich im vergangenen Jahr für den DRK-Ortsverein Loßburg eingesetzt haben. Ob bei Einsätzen, Sanitätsdiensten, Blutspendeaktionen, in der Jugendarbeit, beim Seniorenmobil, im Bewegungsprogramm oder im Hintergrund – jede einzelne Tätigkeit trägt dazu bei, Menschen zu helfen und das Gemeinschaftsleben in der Gemeinde zu stärken.
Der Rückblick auf das Jahr 2025 zeigt eindrucksvoll: Der DRK-Ortsverein Loßburg ist ein wichtiger Bestandteil des örtlichen Gemeinschaftslebens. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, braucht es engagierte Menschen, neue Mitglieder und eine Gesellschaft, die ehrenamtliche Arbeit nicht als selbstverständlich betrachtet.
