Notarztversorgung im
Landkreis verbessert
Seit dem 27.12.2010 ist im Landkreis Freudenstadt
ein weiterer Notarzt im Einsatz. Neben den Notärzten in Freudenstadt und Horb steht
nunmehr ein dritter Notarztam Standort Pfalzgrafenweiler für Notfalleinsätze
bereit.
Notwendig wurde dieser zusätzliche Standort durch
die Vorgaben des Rettungsdienstgesetzes Baden-Württemberg. Dieses sieht eine so
genannte Hilfsfrist von maximal 15 Minuten vor. Innerhalb dieser Frist muss der
Rettungsdienst jede beliebige Notfallstelle im Landkreis Freudenstadt
erreichen. Obwohl erst im letzten Jahr ein zusätzlicher Rettungswagen in
Betrieb genommen wurde, war es im Hinblick auf die Einhaltung der Hilfsfrist
nunmehr notwendig, auch die notärztliche Versorgung weiter zu verbessern.
Der Inbetriebnahme des Notarztstandorts
vorausgegangen war eine einjährige Diskussions- und Planungsphase, an dem das
Deutsche Rote Kreuz, das Krankenhaus Freudenstadt, die Krankenkassen und das
Landratsamt beteiligt waren. Immer wieder war es vor allem auch Landrat Dr.
Klaus Michael Rückert, der sich für eine Verbesserung der rettungsdienstlichen
Versorgung eingesetzt hat.
Rückert bezeichnet die Inbetriebnahme des
Notarztstandortes nunmehr als einen Meilenstein für die Gesundheitsversorgung
im Landkreis Freudenstadt. Zu einem guten Gesundheitssystem gehört neben einer
flächendeckenden ambulanten Versorgung sowie einer leistungsfähigen
Krankenhausstruktur auch ein effizienter und zuverlässiger Rettungs- und
Notarztdienst, so Rückert.
Möglich wurde der Notarztstandort vor allem durch
die Bereitschaft der Kranken-kassen, die Finanzierung des zusätzlichen
Notarztes zu übernehmen. Da ein Notarztstandort heute vor allem auch unter
wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen werden muss, war die Unterstützung des
neuen Standortes durch die Krankenkassen keineswegs selbstverständlich.
Die in Pfalzgrafenweiler diensthabenden Notärzte werden
in erster Linie durch Ärzte des bestehenden Notarztpools Freudenstadt und Horb
gestellt. Christoph Caratiola, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, ist erfreut
und dankbar, auf eine Vielzahl motivierter Kollegen zurückgreifen zu können,
die nunmehr Dienst an den drei Notarztstandorten im Landkreis versehen.
Caratiola betont, dass dies gerade im Hinblick auf den zunehmenden Ärztemangel
sowie die immer höher werdenden Anforderungen nicht selbstverständlich ist.
Das Einsatzfahrzeug sowie die auf dem Fahrzeug zum
Einsatz kommenden Rettungsassistenten stellt das DRK in Freudenstadt. Marc
Steigerwald, Geschäftsführer des DRK, ist froh, dass letztendlich nicht
finanzielle Aspekte, sondern die Menschen im Landkreis Freudenstadt bei der
Entscheidung für einen zusätzlichen Notarztstandort ausschlaggebend waren. Die
Entscheidung, das DRK mit dem Betrieb des neuen Notarztstandortes zu beauftragten,
gibt uns Motivation, auch weiterhin ein zuverlässiger, kompetenter und
menschlicher Partner für die Bevölkerung im Landkreis Freudenstadt zu sein, so
Steigerwald.
Nachdem im Vorfeld mehrere Diskussionen über den
richtigen Standort des zusätzlichen Notarztes geführt wurden, einigte man sich
darauf, das neue Notarzteinsatzfahrzeug zunächst ein Jahr in Pfalzgrafenweiler
und anschließend ein weiteres Jahr in Loßburg zu stationieren. Anschließend
wird eine Auswertung der Einsatzhäufigkeiten und -schwerpunkte vorgenommen und
die Notwendigkeit des dritten Notarztes für die Folgejahre beurteilt.
Schon heute von der Notwendigkeit eines dritten
Notarztes überzeugt, ist Caratiola, der sich auch weiterhin für einen Ausbau
des Rettungsdienstes in Freudenstadt einsetzten wird. Die Einsatzstatistik gibt
Caratiola recht: Seit der Inbetriebnahme des Standorts rückte der neue Notarzt
bereits zu über 25 Notfalleinsätzen aus. Froh über den neuen Notarzt aus
Pfalzgrafenweiler dürften zwischenzeitlich auch die Menschen im Landkreis Calw
sein. Auch hier war der Notarzt bereits schon mehrmals im Einsatz.
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Am 22. September 2007
wurde das 50jährige
Jubiläum
des DRK Freudenstadt auf dem
Marktplatz in
Freudenstadt gefeiert.
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